Obwohl schon Mitte der 1920er Jahre der Siegeszug des Kraftfahrzeugs unaufhaltsam seinen Anfang nahm, war die Eisenbahn weiterhin das wichtigste und für die meisten Menschen das einzig erschwingliche Transportmittel. Im Massengüterverkehr blieb die Bahn bis in die heutige Zeit unschlagbar, aber im Stückgutverkehr zeichnete sich bereits in den 1920er Jahren eine zunehmende Konkurrenz durch den Straßenverkehr ab. 
In dieser Zeit war die Eisenbahn im Bewußtsein der Menschen mit einer Selbstverständlichkeit verankert, die heutzutage viele autofahrende Mitbürger nur noch schwer nachvollziehen können. Für die nachfolgenden Betrachtungen wurden deshalb einige zeitgenössische Dokumente für die Präsentation im WWW aufbereitet, die diese Stellung der Eisenbahn etwas illustrieren sollen. Dabei wird auch berücksichtigt, wie die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft damals um Kunden warb, denn die heutige Bahnreklame reduziert sich zumeist auf Geschwindigkeitsvergleiche mit anderen Verkehrsmitteln. Daß Bahnfahren aber mehr bedeutet, als möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, wird von den heutigen Werbestrategen, die vermutlich niemals mit der Bahn reisen, nicht ausreichend gewürdigt.
Eisenbahn und Fremdenverkehr, ein kurzer historischer Abriß
Werbung bei der Reichsbahn
Gedruckte Reisebegleiter für Fahrten mit der Eisenbahn
Die Publikationen der Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr
zeitgenössische deutsche Reise- und Fremdenverkehrswerbung
Auslandsreisen mit der Eisenbahn
Eisenbahnjubiläen, Ausstellungen, Großveranstaltungen
Unterhaltsames und Informatives aus der Welt der Eisenbahn
Sammelbildalbum "Schienenwunder" (1934)
300 grafische Darstellungen von Schienenfahrzeugen aus aller Welt
Das Reisen mit der Eisenbahn hatte schon immer auch einen finanziellen Aspekt. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eisenbahnen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts für breite Bevölkerungsschichten praktisch ein Beförderungsmonopol besaßen, sahen sie sich besonders in Zeiten großer allgemeiner Not gezwungen, auch weniger begüterten Menschen einfache Reisemöglichkeiten zu bieten. So wurde in Preußen und anderen deutschen Ländern die vierte Wagenklasse eingeführt. Entsprechende Wagen besaßen eine sehr spärliche Innenausstattung und es bestand keinerlei Anrecht auf einen Sitzplatz. Die Deutsche Reichsbahn hob die vierte Wagenklasse am 7. Oktober 1928 wieder auf.
Zu allen Zeiten waren Fahrpreisermäßigungen, vor allem für Schüler und Berufspendler, ebenso fester Tarifbestandteil wie Zuschläge zur Benutzung besonders schneller oder komfortabler Züge. 
Die Haupteinnahmen erzielten die Eisenbahnen meist mit dem Frachtverkehr. Folglich wurden die Frachtkunden genauso umworben wie die Reisepassagiere. 
Aufgrund der großen Zahl existierender Tarife und Sonderregelungen war es auch schon früher für viele Nutzer der Eisenbahn schwierig, den jeweils günstigsten Tarif zu finden. Die häufigen Tarifänderungen aufgrund der wirtschaftlichen Krisen in den 1920er und 1930er Jahren sorgten zudem für einige Verwirrungen. Gedruckte Tarifinformationen waren darum für viele Reisende und Frachtkunden ebenso wichtig wie mündliche Auskünfte der Bahnbediensteten.
Personentarife und Fahrpläne
Fahrausweise der Reichsbahn
Frachttarife (Oktober 1936)
Werbung für den Güterverkehr

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