der geschweißten Austauschbauarten
 

Güterwagen der genieteten Austauschauarten, die in geschweißter Ausführung weitergebaut wurden
 
Wagentyp  Lade-
masse
in t
Ladelänge 
in mm
LüP 
ohne / mit
Bremserhaus 
in mm
Eigenmasse
ohne / mit
Bremserhaus
in t
erstes Baujahr gebaute
Stückzahl
ca.
Gattung
Gattungsbezirk
offener Hochbordwagen
20
7720
9100 / ----
10,4 / ----
1934
4300
Om
Königsberg
gedeckter Güterwagen
15
7720
9100 / 9800
11,4 / 12,3
1935
?
G, Gr
Kassel
großräumiger gedeckter Güterwagen
15
10720
12100 / 12800
13,6 / 13,9
1933
470
Gls, Glhs, Glrhs
Dresden
Kleinviehwagen
15
7750
9100 / ----
9,8 / ----
1937
27
V
Hamburg
Rungenwagen
15
10720
12100 / ----
11,8 / ----
1936
100
R
Stuttgart
Langholztransportwagen 
mit Drehschemel
15
8150
9450 / 10180
10,0 / 10,8
1936
<30
H
Regensburg
Klappdeckelwagen
15
6790
8100 / 8800
11,0 / 11,6
1934
?
K
Wuppertal

Diese Fahrzeuge unterschieden sich optisch nicht von ihren genieteten Vorgängern.






 Neuentwickelte Güterwagen der geschweißten Austauschbauarten
 
Wagentyp  Lade-
masse
in t
Ladelänge 
in mm
LüP 
ohne / mit
Bremserstand
in mm
Eigenmasse
ohne / mit
Bremserstand
in t
erstes Baujahr gebaute
Stückzahl
ca.
Gattung
Gattungsbezirk
offener Hochbordwagen
20
7720
9100 / ----
8,9 / ----
1935
500
Om
Breslau
offener Hochbordwagen
20
7720
9100 / ----
10,0 / ----
1937
3370
Om
Essen
gedeckter Güterwagen
15
8720
10100 / 10800
12,2 / 13,7
1934
1663
Gm
Oppeln
gedeckter Güterwagen
15
7720
9100 / 9800
11,5 / 13,0
1937
28077
Gs, Ghs, Grhs
Oppeln
großräumiger gedeckter Güterwagen
15
10720
12100 / ----
13,6 / ----
1937
<2000
Glths, Gltrhs
Dresden
Rungenwagen
20
10660
12100 / 12800
12,3 / 13,0
1938
23539
Rs, Rms
Stuttgart
zweiachsiger Schienenwagen
20
12988
14400 / ----
11,8 / ----
1937
3000
Sm 
Augsburg
vierachsiger Schienenwagen
40
18050
---- / 20100
---- / 23,0
1934
<300
SSla
Köln

schnellaufender gedeckter Güterwagen
Gattungsbezirk Oppeln
Ladegewicht 15 t
Im Zusammenhang mit den allgemeinen Bestrebungen zur Erhöhung der Reisegeschwindigkeiten wurden von der Reichsbahn auch Untersuchungen zur Geschwingigkeitserhöhung im Güterverkehr angestellt. Da schnellere Personenzüge keine bessere Streckenauslastung bedingen, solange die Güterzüge weiterhin relativ langsam fahren, sollten langfristig Güterwagen-Neukonstruktionen auch für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt werden. Als störend für die Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten erwiesen sich die relativ kurzen Achsstände der meisten vorhandenen Güterwagen. Es bot sich also an, diejenigen Wagentypen mit den längsten Achsständen für entsprechende Versuche zu nutzen. So wurden Anfang der 30er Jahre auch 650 großräumige gedeckte Güterwagen des Gattungsbezirkes Dresden mit einem von 7m auf 7,7 m vergrößerten Achsstand und einem geänderten Sprengwerk noch in Niettechnologie gebaut. Diese Fahrzeuge wiesen ausgezeichenete Schnellfahreigenschaften auf, verursachten aber im Betriebsdienst einige Probleme, da die Mehrzahl der vorhandenen Gleiswaagen nur eine Länge von 7,5 m hatten.
Im Ergebnis dieser Erfahrungen wurde ein völlig neuer Güterwagen entwickelt, der zudem auch vollständig in Schweißtechnologie gefertigt wurde und einen Achsstand von 7 m aufwies. Da dessen Ladefläche jedoch nur 24,2 m² betrug konnte er nicht mehr dem Gattungsbezirk Dresden zugeordnet werden, in dem die gedeckten Wagen mit einer Ladefläche von mindestens 27 m² zusammengefaßt worden sind.
Folglich wurde der neue Gattungsbezirk Oppeln geschaffen, welcher schnell ansehliche Stückzahlen aufweisen konnte. Von 1934 bis 1937 wurden 1663 dieser Fahrzeuge beschafft.
Nach 1936 wurden keine G-Wagen mehr gebaut, die dem Gattungsbezirk Kassel zugeordnet wurden. Mit dem gleichen Wagenkasten, aber mit einem von 4,5 m auf 6 m vergrößertem Achsstand wurde ab 1937 ein weiterer Vertreter des Gattungsbezirkes Oppeln gebaut, der aufgrund seiner großen gebauten Stückzahl sicher zu den bedeutendsten Neuentwicklung innerhalb der geschweißten Austauschbauarten zu zählen ist. Etwa ein Viertel dieser Wagen erhielten ein Bremserhaus. Alle anderen Fahrzeuge der geschweißten Austauschbauarten besaßen lediglich noch einen offenen Bremserstand oder gar keine Handbremse mehr. 


schnellaufender Rungenwagen
Gattungsbezirk Stuttgart
Ladegewicht 20 t
Ebenso wie die gedeckten Güterwagen wurden auch die im Betriebsdienst wichtigen Rungenwagen in die Überlegungen für höhere Geschwindigkeiten mit einbezogen. Es entstand ab 1938 ein Fahrzeug, dessen abklappbare Seiten- und Stirnwände im Gegensatz zu seinen Vorgängern auch vollständig aus Stahl gefertigt waren. Lediglich die 18 Seitenrungen und die 72 mm dicken Bodenbretter waren noch aus Holz. Anfänglich waren diese Fahrzeuge nur für ein Ladegewicht von 15 t zugelassen. Aufgrund der gut gelungenen Konstruktion und der ausgezeichneten Bewährung konnte dieses aber später auf 20 t heraufgesetzt werden. Diese Fahrzeuge, von denen einige auch mit einer offenen Bremserbühne gebaut wurden, hatten einen Achsstand von 8 m und bewiesen auch bei höheren Geschwindigkeiten eine ausgezeichnete Laufruhe. Wie alle Fahrzeuge der geschweißten Bauarten stellten sie auch noch in den 50er und 60er Jahren einen bedeutenden Anteil am Fahrzeugpark.

vierachsiger Schienenwagen 
Gattungsbezirk Köln
Ladegewicht 40 t
Dieses Fahrzeug wurde in der geschweißten Ausführung nur ohne Bremserhaus gebaut. Es hatte sich herausgestellt, daß sehr lange Ladegüter wie Schienen und leichte Walzstahlprofile problemlos auf mehrere derartige Wagen verteilt verladen werden konnten. Für diesen Zweck konnte der Bremserstand abgeklappt werden.

Von dieser Seite existiert eine Printversion.
Printversion
Homepage © Thomas Noßke 1999, 2000 www.epoche2.de Epoche II Fahrzeuge der DRG Güterwagen Ende