Gattungsbezirke


Gattungs-
bezirk
Gattungs-
zeichen
Wagentyp
Bauarten
LVAKF
Zeitraum
Altona
später Hamburg
V Verschlagwagen
LVA..
1922 - 1937
Augsburg S zwei- und dreiachsige Schienenwagen
LVA..
1922 -
Berlin Gk, T Kühlwagen
L.AK.
1922 -
Bremen G gedeckte Wagen
...K.
1943 -
Breslau Om offene Wagen
.VA..
1922 -
Bromberg GG gedeckte vierachsige Wagen
...K.
1943 -
Danzig Om offene Wagen polnischer Bauart
....F
1939 -
Dresden G, GG großräumige gedeckte Wagen
LVA..
1922 -
Elberfeld
später Wuppertal
K Klappdeckelwagen
.V...
1930 -
Erfurt X offene Arbeitswagen, Niederbordwagen
L....
1922 -
Essen O offene Wagen
.VA..
1922 -
Frankfurt O offene Wagen
L....
1922 - 1938
Frankfurt O offene Wagen polnischer Bauart
....F
1939 -
Graz O offene Wagen zum Fahrzeugtransport
...K.
1943 -
Halle O offene Wagen
.VA..
1922 -
Hamburg
vormals Altona
V Verschlagwagen
LVA..
1937 -
Hannover G gedeckte Wagen
L....
1922 -
Heilbronn RRs, SSos vierachsige Rungen- und Schienenwagen
L..K.
1922 -
Karlsruhe Ow offene Wagen
L....
1922 - 1935
Karlsruhe G gedeckte Wagen, für Personentransport vorbereitet
.V...
1938 -
Kassel
anfänglich Cassel
G gedeckte Wagen
.VA..
1922 -
Kattowitz OOfs vierachsige offene Wagen in Versuchsbauart
...K.
1942 -
Klagenfurt O offene Wagen
...K.
1942 -
Köln SS vier- und mehrachsige Schienenwagen, Schwerlastwagen
LAVK.
1922 -
Königsberg O offene Wagen
..A..
1924 -
Leipzig G gedeckte Wagen
...K.
1943 -
Linz O abbordbare offene Wagen
...K.
1941 -
Ludwigshafen O offene Wagen
L....
1922 - 1938
Ludwigshafen O offene Wagen ausländischen Ursprungs
....F
1939 -
Magdeburg G gedeckte Güterwagen
L....
1922 -
Mainz Ot zweiachsige Trichterwagen
L.A..
1922 -
Marburg Gu, O verschiedene Wagen jugoslawischer Bauart
....F
1943 -
München G gedeckte Wagen
.V...
1922 -
Münster O offene Wagen
L....
1922 -
Nürnberg O offene Wagen
.V...
1922 -
Oldenburg
später Saarbrücken
OOt, KKt vierachsige Selbstentladewagen
L.A..
1922 - 1935
Oppeln G gedeckte Wagen
..A..
1934 -
Posen Gu gedeckte Wagen polnischer Bauart
....F
1939 -
Regensburg H Drehschemelwagen
LVA..
1922 -
Riga GG, OO vierachsige Wagen lettischer Bauart
....F
1943 -
Saarbrücken
vormals Oldenburg
OOt, KKt vierachsige Selbstentladewagen
..A..
1935 -
Saarbrücken
vormals Trier
G, R, Gk Fährbootwagen
..A..
1935 -
Schwerin O offene Wagen
L....
1922 -
Stettin G gedeckte Wagen
L....
1922 -
Stuttgart R Rungenwagen
LVA..
1922 -
Trier
später Saarbrücken
G, R, Gk Fährbootwagen
..A..
1927 - 1935
Ulm Rmms Rungenwagen
...K.
1942 -
Villach Ommu offene Wagen
...K.
1941 -
Wien Ol offene Wagen österreichischer Bauart
....F
1938 -
Wuppertal
vormals Elberfeld
K Klappdeckelwagen
.VA..
1930 -
Würzburg O offene Wagen
L....
1922 -

 
Abkürzung
Bauarten
L
Länderbauarten
V
Verbandsbauarten
A
Austauschbauarten
K
Kriegsbauarten
F
Wagen fremder Bauarten

 
Die Deutsche Reichsbahn besaß bei Ihrer Gründung eine fast unübersehbare Vielfalt von Güterwagen-Typen der unterschiedlichsten Bauarten. Sie faßte Wagen mit gleichen oder ähnlichen Verwendungsmöglichkeiten in sogenannten Gattungsbezirken zusammen. Diese Gattungsbezirke erhielten Namen deutscher Städte, meist Städte mit Sitz einer Reichsbahn-Direktion. Diese ungewöhnliche Bezeichnungsweise hat sich gut bewährt und ihre Abschaffung wurde 1951 von vielen Eisenbahnern bedauert. Im Sprachgebrauch haben sich diese Bezeichnungen teilweise bis heute erhalten. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß mit dieser geografischen Bezeichnung keinerlei Zuordnung eines konkreten Fahrzeuges zu einer Stadt oder Reichsbahn-Direktion verbunden war.
Die Fahrzeuge erhielten Wagennummern innerhalb des Bereiches 101 bis 99 999. Bei denjenigen Fahrzeugtypen, für die aufgrund der vorhandenen Fahrzeuganzahl dieser Bereich nicht ausreichte, wurden zwei Gattungsbezirke vergeben, das betrifft die Gattungsbezirke München und Kassel sowie Essen und Breslau. 
Wenn innerhalb eines Gattungsbezirkes sowohl Fahrzeuge der Austauschbauart als auch ältere Fahrzeuge eingereiht waren, so erhielten die Austauschbau-Wagen meist Nummern oberhalb 80 000; das betraf beispielweise die Gattungsbezirke Breslau, Kassel, Altona (Hamburg) und Elberfeld (Wuppertal). Jedoch wurde diese Nummerierung nicht konsequent angewandt. So wurden beispielsweise die neu beschafften Fahrzeuge des Gattungsbezirkes Köln nicht nach dieser Regel nummeriert.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vollzog sich die Entwicklung in den Teilen Deutschlands nicht einheitlich. 
In den westlichen Besatzungszonen wurden nach 1946 noch neue Gattungsbezirke geschaffen (Düsseldorf, Duisburg, Göttingen, Offenbach), bevor sie 1951 abgeschafft wurden. 
In der sowjetischen Besatzungszone wurden zunächst verschiedene Gattungsbezirke umbenannt. 1951 wurden alle Gattungsbezirke und bisherigen Fahrzeugnummern durch eine Neueinteilung in 99 Nummernbereiche zu je 99-99 Nummern ersetzt.

Homepage © Thomas Noßke 1999 www.epoche2.de Epoche II Fahrzeuge der DRG GŁterwagen Ende