Privatgüterwagen
Ab 1908 wurden private Güterwagen, die in den Wagenpark einer Staatsbahn eingestellt wurden, mit dem P-Zeichen unmittelbar hinter der Wagennummer gekennzeichnet. Dieses System und dieses Symbol wurden auch von den wichtigsten Privatbahngesellschaften und auch von anderen europäischen Staatsbahnen verwandt.
Bahndirektion
Nummernbereich
Essen
500 000  - 510 999 
Schwerin
511 000  - 511 999 
Stuttgart
512 000  - 513 999 
Ludwigshafen
514 000  - 515 999 
München
516 000  - 522 999 
Oldenburg
523 000  - 523 999 
Altona
524 000  - 528 999 
Berlin
529 000  - 531 999 
Osten
532 000  - 532 999 
Breslau
533 000  - 534 999 
Cassel
534 000  - 535 999 
Köln
536 000  - 540 999 
Elberfeld
541 000  - 543 999 
Erfurt
544 000  - 544 999 
Karlsruhe
545 000  - 547 999 
Dresden
548 000  - 555 999 
Frankfurt/Main
556 000  - 557 999 
Halle
558 000  - 563 999 
Hannover
564 000  - 566 999 
Oppeln
567 000  - 572 999 
Königsberg
573 000  - 573 999 
Magdeburg
574 000  - 576 999 
Mainz
577 000  - 578 999 
Münster
579 000  - 579 999 
Saarbrücken
580 000  - 580 999 
Stettin
581 000  - 581 999 
Trier
582 000  - 582 999 
Die privaten Güterwagen erhielten bei der Reichsbahn Wagennummern im Bereich 500 000  - 599 999 . Die Einteilung erfolgte dabei nach den Reichsbahndirektionen, in denen sich der Heimatbahnhof des Wagens befand. Die nebenstehende Aufstellung beruht auf einer Dienstvorschrift von 1922. Später  wurde dieses Schema mehrfach verändert (wenn Direktionen geändert wurden) und erweitert (wenn einzelne Nummernbereiche nicht mehr ausreichend waren).
Bis zur Aufhebung der Gruppenverwaltung Bayern trugen alle dort zusammengefaßten Privatwagen, außer denen des linksrheinischen Netzes (Ludwigshafen), die Kennzeichnung München. Danach besaßen alle bayrischen Direktionen eigene Nummernbereiche.
Alle Privatgüterwagen trugen an beiden Wagenseiten jeweils links oberhalb des Rahmens ein 2m breites und 0,8m hohes schwarzes Kennzeichnungs-Schild. Darauf waren unter anderem weiß angeschrieben:
  • die Wagennummer 
  • die Bahndirektion 
  • der Heimatbahnhof (schwarz auf weiß)
  • das Ladegut 
Daran war auch der Zettelkasten für den Wagenlaufzettel angebracht.

 

 
 
 
 
 

Auf einem zweiten schwarzen Schild, welches an jeder Wagenseite rechts auf dem Rahmen angebracht wurde, war in weißer Farbe der Eigentümer angeschrieben.
 

 



Die auf diesem Bild erkennbare Wagennummer ist historisch belegt und entspricht dem letzten Zustand vor der Umnummerierung nach 1945. 
private Bahngesellschaften
Nummernbereich
Braunschweigische Landeseisenbahn
583 000  - 583 999 
Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn
584 000  - 584 999 
Lokalbahn AG München
585 000  - 585 999 
Lübeck-Büchener Eisenbahn
586 000  - 586 999 
Stendal-Tangermünder Eisenbahn
587 000  - 587 999 

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