Fremdenverkehrsförderung der Deutschen Reichsbahn

Die Deutschen Verkehrsbücher
im Zeitraum 1935 bis 1939

Herausgegeber:
Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr 
Berlin W 35 
Potsdamer Privatstraße 121 B


Ab 1934 kam es bei den Deutschen Verkehrsbüchern zur Zusammenfassung benachbarter Regionen zu gemeinsamen Heften Diese Zusammenfassung war nicht mit inhaltlichen Abstrichen verbunden, die Hefte waren fortan deutlich umfangreicher. In einigen Fällen wurde auch das Format verdoppelt, d. h. hinter dem äußerlich unveränderten Titel wurden die Hefte nochmals in der Mitte gefaltet.

Grafische Übersicht über die regionale Gliederung, wie sie 1936 in den Heften abgedruckt wurde

Die Hefte tragen seitdem auch nicht mehr auf dem Titel die Aufschrift "Deutsche Verkehrsbücher" sondern nur die schlichte Überschrift "Deutschland" wie es vorher schon bei den fremdsprachigen Ausgaben üblich gewesen ist.



Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich 1938 gab es erstmals nach acht Jahren wieder eine Erweiterung im Sortiment der Deutschen Verkehrsbücher. Es wurden zwei neue Hefte herausgegeben, die die Sehenswürdigkeiten und Verkehrswege der sogenannten "Ostmark" beschreiben:
  • Wien und Niederdonau, Steiermark und Kärnten
  • Die Alpen im deutschen Osten. Tirol, Salzburger Land, Oberdonau

Im Jahre 1939 gab es wiederum zwei neue Ausgaben der Deutschen Verkehrsbücher. Nach der Annexion des Sudetenlandes wurden die zwei folgenden neuen Hefte herausgegeben, wobei sich das Heft "Sudetengau" als Propagandabroschüre in Stil, Inhalt und Format deutlich von allen anderen Heften absetzt:
  • Bayerische Ostmark, Oberpfälzer-, Bayerischer-, Böhmer Wald, Bayreuth
  • Sudetengau

Die letzte Ergänzung im Programm der Deutschen Verkehrsbücher erschien im Dezember 1942. Wenige Wochen vor der Niederlage von Stalingrad wurde eine Broschüre verlegt, in der im Krieg besetztes Gebiet auf hochwertigem Kunstdruckpapier als urdeutsches Territorium gepriesen wird. 
Zwar widmet sich die Broschüre "Untersteiermark und Oberkrain" im Gegensatz zum Sudetengau-Heft wieder eindeutig dem Fremdenverkehr, aber in Zeiten finstersten Krieges konnten sich die meisten Deutschen wohl kaum einen Gedanken an Reisen und Urlaub leisten. Die vergleichsweise sehr hohe einmalige Auflage von 35000 Exemplaren läßt somit auch vermuten, dass das Ziele dieses Heftes wohl eher die Ablenkung von den Sorgen und Problemen des Kriegsalltags gewesen sein mag. 
Während bei allen vorhergehenden Verkehrsbüchern der Rücktitel unbedruckt ist, ist diese Broschüre vorn und hinten gestaltet; die beiden nebenstehenden Bilder zeigen Titel und Rücktitel.

In weiteren Dokumenten werden Beispiele für fremdsprachige Ausgaben der Deutschen Verkehrsbücher vorgestellt.

Ab 1935 gab es zusätzlich die sogenannten Deutschlandhefte im vergrößerten Format von 20 x 21 cm.

Deutsche Verkehrsbücher 1930 - 1934 Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr Inhaltsbeispiele
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