Kampf dem Verderb
Auch die Losung der Deutschen Reichsbahn


Diese 16seitige Broschüre "Kampf dem Verderb - Auch die Losung der Deutschen Reichsbahn" im Format A5 stammt etwa aus dem Jahr 1936 und ist ein typisches Produkt der Nazi-Propaganda, welche die Ertüchtigung der deutschen Wirtschaft zum Ziel hatte und in die umfassenden Autarkiebestrebungen der nationalsozialistischen Diktatur eingebettet war.

Sicher ist die historische Bedeutung dieser Broschüre vernachlässigbar, aber dennoch muß sie als kleiner Baustein im Rahmen derjenigen Bestrebungen angesehen werden, die der zielgerichteten Vorbereitung des Krieges dienten. Da in ihr jedoch einerseits keine militärischen, rassistischen oder offenkundig politischen Thesen verbreitet werden und sie andererseits einen interessanten Einblick in den Alltag, die Leistungsfähigkeit und die Tarife der Deutschen Reichsbahn vermittelt, soll sie an dieser Stelle vollständig und unverändert wiedergegeben werden. Dabei werden einige für die Propaganda typische sprachliche Übertreibungen in Kauf genommen, um die sonst eher nüchterne Darstellung nicht aus dem zeitgenössischen Umfeld zu reißen.

Die Darstellung an dieser Stelle soll die Rolle der Deutschen Reichsbahn als damals führendes Transportunternehmen Deutschlands illustrieren. Viel zu häufig wird bei aktuellen technisch-historischen Betrachtungen der Deutschen Reichsbahn der 1930er Jahre die Sicht vorrangig auf Dampflokomotiven oder andere hervorragende Fahrzeuge wie Schnelltriebwagen, Schürzenwagen und Stromlinienloks oder den Rheingold-Expreß konzentriert. Im Kontrast dazu bietet diese Präsentation auch die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf einen ganz alltäglichen Bereich des Eisenbahnbetriebs zu lenken, hinter dem das harte Tagewerk tausender pflichtbewußter Eisenbahner nicht übersehen werden darf.
Eine kritische Betrachtung und Distanz zu verschiedenen Zeitgeist-typischen Formulierungen muß jedoch vom Leser ausdrücklich verlangt werden! Es sollte bei der Bewertung der dargestellten Anstrengungen der Reichsbahn auch berücksichtigt werden, daß die geschilderten Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt keinesfalls wirklich neu waren, sondern von der Propaganda lediglich in die Kampange "Kampf dem Verderb" aufgenommen worden.

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