Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
Reichsbahndirektion Erfurt
Mitteilungsblatt vom September 1928
an die Bahnhöfe und Fahrkartenausgaben

Die wichtigsten Neuerungen
der Personentarife
bei der Reichsbahn vom 7. Oktober 1928 an.


Die Bahnhöfe und Fahrkartenausgaben wollen sich umgehend mit den neuen Bestimmungen vertraut machen und dafür sorgen, daß alle beteiligten Beamten (auch Zug- und Bahnsteigschaffner, Pförtner u. dergl.) völlig unterrichtet sind. Grundsätzlich soll jeder beteiligte Beamte ein Stück dieser Verfügung zum Handgebrauch erhalten, Mehrbedarf ist beim Tarifbüro (Ta 10) anzufordern.
Im Unterricht sind die neuen Vorschriften eingehend zu besprechen.
I. Dauernde Bestimmungen.
Wegfall der 4. Klasse.
1. Auf der Reichsbahn fällt mit dem 7. Oktober die 4. Klasse fort. Fahrkarten mit Aufdruck "4. Klasse" gelten in 3. Klasse der Personenzüge, gleichgültig, ob sie graue oder braune Kennfarbe tragen.
Die Fahrkarten 4. Klasse können mit Zuschlagkarten künftig auch in Eil- und Schnellzügen benutzt werden.
 
 

Fahrpreise 1.-3. Klasse und Militär.

2. Die Km-Sätze der Fahrpreise 2. und 3. Klasse werden stark (rd. 25%) ermäßigt. Der Km-Satz 2. Klasse ist künftig nur 12% höher als der jetzige in 3. Klasse. Der Km-Satz der 1. Klasse wird etwas erhöht. Die Militärfahrpreise bleiben unverändert.
 
 

Arbeiterrückfahrkarten.

3. Der Preis der Arbeiterrückfahrkarten entspricht dem Preis der einfachen Fahrkarten 3. Klasse Personenzug (mindestens für 21 km).
 
 

Hunde.

4. Für Hunde ist - wie bisher - der halbe Fahrpreis der 3. Klasse Personenzug zu zahlen.
 
 

Wegfall der 1. Klasse in D-Zügen.

5. Die 1. Klasse wird aus einzelnen D-Zügen zurückgezogen. Soweit diese aber Schlafwagen führen, wird in den Schlafwagen die 1. Klasse weitergeführt.
 
 

Gleicher Schnellzugzuschlag 1. und 2. Klasse.

6. Die Zuschläge für Schnellzüge und FD-Züge sind künftig in der 1. und 2. Klasse gleich, jedoch müssen wegen der Beförderungssteuer auch künftig für 1. Klasse Zuschlagkarten mit gelber Kennfarbe ausgegeben, die im Zuge verkauften Zuschlagkarten als solche 1. Klasse kenntlich gemacht werden.
 
 

Schnellzugzuschläge. Zonen.

7. Die Zahl der Schnellzugzuschlagzonen wird auf 5 erhöht:
1. u. 2. Kl. 3. Kl.
I. Zone 1 - 75 km 2 RM 1 RM
II. Zone 76 - 150 km 4 RM 2 RM
III. Zone 151 - 225 km 6 RM 3 RM
IV. Zone 226 - 300 km 8 RM 4 RM
V. Zone über 300 km 10 RM 5 RM
Trotz der erhöhten Schnellzugzuschläge sind die Schnellzugfahrpreise 2. Klasse auf größere Entfernungen, die 3. Klasse mit Ausnahme des Nahverkehrs (bis 40 km) durchweg billiger als jetzt.
 
 

Zuschlag für FD-Züge.

8. Der besondere Zuschlag für FD-Züge beträgt für die 1. und 2. Klasse und alle Entfernungen 4 RM. Es sind Schnellzugzuschlagkarten der Zone II (bisher III) zu verwenden.
 
 

Eilzugzuschlag. Zonen.

9. Für Eilzüge, wozu künftig auch ein Teil der jetzigen beschleunigten Personenzüge gehört (sämtlich in den amtlichen Fahrplänen durch fetten Druck der Stundenzahlen bezeichnet), werden Eilzugzuschläge eingeführt und zwar in 6 Zonen.
2. Kl. 3. Kl.
Nahzone 1 - 35 km 0,50 RM 0,25 RM
I. Zone 36 - 75 km 1,- RM 0,50 RM
II. Zone 76 - 150 km 2,- RM 1,- RM
III. Zone 151 - 225 km 3,- RM 1,50 RM
IV. Zone 226 - 300 km 4,- RM 2,- RM
V. Zone über 300 km 5,- RM 2,50 RM
Trotz des neuen Eilzugzuschlages sind die Eilzugfahrpreise 2. und 3. Klasse mit Ausnahme einiger Verbindungen des Nahverkehrs durchweg billiger als jetzt.
 
 

Welche Fahrkarten berechtigen zur Benutzung von Eilzügen?

10. Zur Benutzung der Eilzüge berechtigen:
a) Fahrausweise für alle Züge,
b) Fahrausweise für Personenzüge in Verbindung mit Schnellzugzuschlagkarten,
c) in Verbindung mit einer Eilzugzuschlagkarte die jetzigen Fahrausweise 1.-3. Klasse mit Aufdruck "Eil- oder Personenzug" und die jetzigen Fahrausweise 4. Klasse mit dem Aufdruck "Personenzug",
d) die aus Schalterdruckern verkauften jetzigen Fahrausweise 2. und 3. Klasse mit dem Aufdruck "Eil- und Personenzug" dann, wenn sie zum Zeichen, daß der Eilzugzuschlag eingerechnet ist, einen roten Diagonalstrich von links oben nach rechts unten tragen,
e) die neuen Fahrkarten 2. und 3. Klasse (auch Blankokarten, Monatskarten) mit Aufdruck "Eilzug" und rotem Diagonalstrich von links oben nach rechts unten.
Sonst gelten die jetzigen Fahrkarten mit dem Aufdruck "Eil- oder Personenzug" nur für Personenzüge.
 
 

Übergang vom Eilzug in D-Zug.

11. Wer mit einer Eilzugkarte oder mit einer Personenzugkarte in Verbindung mit einer Eilzugzuschlagkarte in einen Schnellzug übergehen will, löst eine Eilzugzuschlagkarte seiner Klasse und Zone zu. Wer aber nur eine Eilzugkarte für 1-35 km oder eine Personenzugkarte in Verbindung mit einer Eilzugzuschlagkarte der Nahzone hat, muß eine Eilzugzuschlagkarte der Nahzone und eine solche der Zone I zulösen, weil es im Schnellzug keine Nahzone gibt.
Wie beim Übergang in höhere Klassen zu verfahren ist, behandelt § 25 der neuen PBV (werden demnächst verteilt). Die Zahlung der Zuschläge beim Übergang in niedrigere Klassen zuschlagpflichtiger Züge regelt § 5 der neuen PBV.
 
 

Getrennte Monatskarten für Eil- und für Personenzüge.

12. a) Es werden getrennte Monatskarten 2. und 3. Klasse für Eilzüge (geltend für Eil- und Personenzüge) und für Personenzüge (geltend nur für diese) ausgegeben.
Die Monatskarten für Eilzüge tragen der Aufdruck "Eilzug" und einen roten Diagonalstrich.
b) Auf Monatskarten für Eilzüge muß beim Übergang in einen Schnellzug eine Eilzugzuschlagkarte der betr. Zone und Klasse zugelöst werden; auf eine Monatskarte für Eilzüge von 1-35 km jedoch eine Eilzugzuschlagkarte der Zone I (nicht der Nahzone).
c) Auf Monatskarten für Personenzüge muß beim Übergang in Eilzüge der volle Eilzugzuschlag, beim Übergang in Schnellzüge der volle Schnellzugzuschlag bezahlt werden.
 
 

Klassen bei Fahrpreisermäßigungen.

13. Die Fahrpreisermäßigungen, die bisher für 3. und 4. Klasse gewährt wurden, werden künftig durchweg nur in 3. Klasse gewährt. Nur Schülerferienkarten und Schülerrückfahrkarten - bisher 3. und 4. Klasse - werden künftig für 2. und 3. Klasse ausgegeben.
 
 

Benutzung von Eilzügen bei Fahrpreisermäßigungen.

14. Bei Fahrpreisermäßigungen, wo bisher Schnellzüge gegen vollen Schnellzugzuschlag benutzt werden konnten, ist künftig auch die Benutzung von Eilzügen gegen vollen Eilzugzuschlag zugelassen. Das gilt auch für Schulfahrten und Fahrten von Stadtkindern aufs Land, hier sind aber - abweichend von der Benutzung von Schnellzügen - Eilzüge bei Schulfahrten ohne Beschränkung auf eine Mindestentfernung zugelassen und bedarf es bei Stadtkindern keiner vorherigen Genehmigung der Reichsbahndirektion.
Bei Gesellschaftsfahrten wird ein um 25% ermäßigter Eilzugzuschlag angerechnet (vgl. Preistafel). Die Anmeldefrist ist die gleiche wie bei Personenzügen. Auch bei Gesellschaften von mehr als 50 Personen ist zur Benutzung von Eilzügen keine Genehmigung des Abgangsbahnhofs erforderlich.
Sonntagsrückfahrkarten gelten - soweit nicht einzelne Züge ausgeschlossen sind - für Eilzüge mit vollem Eilzugzuschlag; Schnellzüge dürfen bis auf weiteres nicht benutzt werden.
Auf Arbeiterwochenkarten, Kurzarbeiterwochenkarten, Teilmonatskarten, Arbeiterrückfahrkarten, Arbeiterkarten für Binnenschiffer und Karten für Kleingärtner (sämtlich 3. Klasse) ist der Übergang in Eil- und Schnellzüge ausgeschlossen.
Schülermonatskarten sind für Eilzüge - wie jetzt für Schnellzüge - nur gültig, wenn es besonders genehmigt ist. Eil- oder Schnellzugzuschlag wird dann nicht erhoben.
Auf Schülerrückfahrkarten können Eilzüge gegen vollen Eilzugzuschlag benutzt werden, die Benutzung von Schnellzügen bleibt wie bisher ausgeschlossen.
Auf Militärfahrkarten dürfen Eilzüge von Soldaten - nicht von Offizieren und gleichgestellten Beamten - gegen Zahlung des Eilzugzuschlags benutzt werden.
 
 

Vorsicht bei Ausgabe von Fahrkarten für alle Züge oder Schnellzugzuschlagkarten für die ganze Strecke.

15. Da künftig 5 statt 3 Schnellzugzuschlagzonen bestehen und der Preis der Zuschläge wesentlich erhöht ist, muß darauf geachtet werden, daß der Reisende nicht eine Fahrkarte für alle Züge (mit eingerechnetem Schnellzugzuschlag) oder eine Zuschlagkarte für die ganze Strecke erhält, wenn er nur auf Teilstrecken Schnellzüge benutzen will oder nach der Fahrplanlage benutzen kann: der Reisende wird geschädigt und beschwert sich mit Recht, wenn er den Zuschlag für eine zu hohe Zone bezahlt, wenn er z.B. eine Fahrkarte für alle Züge auf eine Entfernung von 250 km (eingerechnet ist der Zuschlag der Zone IV) erhält, trotzdem er nur auf 140 km (Zone II) Schnellzug benutzen kann. Die Beamten müssen sich deshalb mit den wichtigsten Anschlüssen vertraut machen und den Reisenden erforderlichenfalls fragen, wie weit er Schnellzug benutzen will.
 
 

Vorsicht bei Ausgabe von Eilzugkarten oder Eilzugzuschlagkarten für die ganze Strecke.

16. Dasselbe wie zu 15 gilt für Eilzüge. Hier ist besonders zu berücksichtigen, daß der Reisende, der auf der Anfangsstrecke Eilzug benutzt, vielfach wegen der Fahrplanlage durchweg mit Personenzügen weiterfahren muß. Soweit Karten mit eingerechnetem Eilzugzuschlag überhaupt aufliegen, sind sie im allgemeinen nur zu verwenden, wenn feststeht, daß der Reisende auf der ganzen Strecke Eil- oder Schnellzüge (letztere gegen Zulösung eines weiteren Eilzugzuschlags; siehe unter 11) benutzen will und kann.
 
 

Kriegsbeschädigte mit Ausweis zur Benutzung der 3. Klasse.

17. Nachdem die 4. Klasse aufgehoben ist, werden die Ausweise für Kriegsbeschädigte, die mit Fahrkarten 4. Klasse die 3. Klasse benutzen dürfen (Muster 20 der PBV) gegenstandslos. Jedoch sind die Inhaber dieser Ausweise ebenso wie die der Ausweise zur bevorzugten Abfertigung vor Amtsstellen (Muster 46 der neuen PBV) bei der Unterbringung im Zuge besonders zu berücksichtigen.
 
 

Traglasten.

18. Traglasten sind künftig im gleichen Umfang wie bisher in der 3. Klasse der Personenzüge zugelassen, aber nur in den besonders bezeichneten Wagen für Reisende mit Traglasten.
 
 

Fahrpreiszuschläge bei Reisenden ohne gültige Fahrkarte.

19. Bei Erhebung von Fahrpreiszuschlägen bei Reisenden ohne gültige Fahrkarte ist zu beachten, daß nach dem neuen Deutschen Eisenbahn-Personen- und Gepäcktarif, Teil I der bereits bezahlte Fahrpreis anzurechnen ist, aber nur wenn er ohne weiteres aus der Fahrkarte ermittelt werden kann.
 
 

Unterbringung der Reisenden in höheren Klassen bei Platzmangel.

20. Die neue Eisenbahn-Verkehrsordnung schreibt vor, daß Reisenden 2. und 3. Klasse, die wegen Überfüllung in ihrer Klasse keinen Sitzplatz finden, tunlichst vom Personal Plätze in der höheren Klasse anzuweisen sind, wenn da solche frei sind. Solange für 3. Klasse z.T. noch die jetzigen Wagen 4. Klasse verwendet werden müssen, werden im Personenzug den Reisenden 3. Klasse im allgemeinen nur dann Plätze in 2. Klasse anzuweisen sein, wenn sie in 3. Klasse auch keine Stehplätze erhalten können.
 
 

Fahrkartenverkauf in Eilzügen.

21. Nach Anordnung der Eisenbahnverwaltung werden in einzelnen Eilzügen, wo bisher keine Fahrkarten verkauft wurden, künftig Eilzugzuschlagkarten ausgegeben. Hierfür wird ein vereinfachtes Blankokartenmuster verwendet.
 
 

Sicherung der Erhebung der Eilzugzuschläge.

22. Durch die Maßnahme zu 21 können natürlich nicht alle Reisenden ohne Eilzugzuschlag festgestellt werden. Es ist deshalb unbedingt nötig, daß die Reisenden schon, ehe sie in den Eilzug übergehen, Eilzugzuschlagkarten haben. Dies ist dadurch zu sichern, daß
a) die Fahrkartenausgaben, wenn der Reisende die Fahrt mit einem Eilzug antritt, die Zuschlagkarte gleich mit verkaufen, im Notfall den Reisenden fragen, mit welchem Zug er fahren will.
b) die Bahnsteigschaffner den Reisenden, der mit einem Eilzug fahren will, aber keine Zuschlagkarte hat, zur Lösung veranlassen.
c) die Fahrkartenausgaben an Reisende, die unterwegs auf einen Eilzug übergehen, besonders bei kurzem Übergang oder wenn Kurswagen von einem Personenzug in einen Eilzug übergehen, gleich mit der Fahrkarte eine (feste oder Blanko-) Eilzugzuschlagkarte ab Übergangsbahnhof verabfolgen,
d) Bahnhöfe, wo ein starker Übergangsverkehr von Personenzügen auf Eilzüge stattfindet, durch die Pförtner ausrufen lassen, daß der Zug nur mit Zuschlagkarten zu benutzen ist und wo sie zu lösen sind,
e) die Bahnhöfe, wo jetzt tragbare oder feste Tafeln verwendet werden, die auf die Benutzung von Schnellzügen mit Zuschlag hinweisen, gleiche Tafeln - gegebenenfalls zunächst behelfsmäßig - für EIlzüge herstellen.

 

Gepäck- und Expreßguttarif.

23. Die Gepäck- und Expreßgutsätze werden nicht geändert.
 
 

Bildliche Darstellung der Fahrkarten

24. Eine bildliche Darstellung: "Für welche Züge und Klassen gelten die Fahrkarten bei der Reichsbahn vom 7. Oktober an?" wird an alle Beamten, die diese Verfügung erhalten, besonders verteilt. Sie dient zur Unterrichtung der Beamten und zugleich zur Aufklärung der Reisenden bei Auseinandersetzungen. Die Darstellung wird zweckmäßig demnächst in die neuen PBV eingelegt.



II. Vorübergehend geltenden Bestimmungen.

Gültigkeit der vor dem 7. Oktober gelösten Fahrkarten.
25. Fahrkarten (z.B. Feriensonderzugkarten, MER-Fahrscheine), die vor dem 7. Oktober gelöst sind, gelten bis zum Ablauf der gewöhnlichen Geltungsdauer weiter. Zu solchen Fahrkarten 2. und 3. Klasse mit Aufdruck "Eil- oder Personenzug" brauchen bei Benutzung von Eilzügen keine Eilzugzuschlagkarten gelöst werden. Schnellzüge dürfen auf solche Karten aber nur gegen den vollen Schnellzugzuschlag benutzt werden. Da die Fahrpreise 2. und 3. Klasse - besonders in Personenzügen - bei der Reichsbahn vom 7. Oktober an größtenteils ermäßigt werden, ist den Reisenden zu raten, Fahrkarten 2. und 3. Klasse, die erst nach dem 7. Oktober benutzt werden sollen, nicht vorher zu lösen. Das gilt besonders für Fahrkarten zur Rückfahrt und Doppelkarten.
 
 

Verlängerte Geltungsdauer der Monats- und Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse für September

26. Damit die Reisenden, die für September und Oktober Monats- oder Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse lösen, an der Ermäßigung dieser Karten vom 7. Oktober teilnehmen können, wird die Geltungsdauer der Monats- und Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse für September bis 10. Oktober einschl. verlängert. Bei Lösung der neuen Monatskarten (ab 7. Oktober) sind - wenn nach dem Fahrplan die Benutzung von Eilzügen überhaupt in Frage kommt - die Reisenden zu befragen, ob sie Monatskarten Eilzug oder Personenzug wünschen. Sie sind zugleich darauf aufmerksam zu machen, daß der Preis der Monatskarten Personenzug in 2. Klasse nur etwa 12 % höher ist als der jetzige Preis der Monatskarten 3. Klasse, in 3. Klasse dem Preis der jetzigen Monatskarten 4. Klasse entspricht, während der Preis der Monatskarten Eilzug in 2. und 3. Klasse ebenso hoch ist wie der jetzige Preis der Monatskarten 2. und 3. Klasse.
 
 

Keine verlängerte Geltungsdauer der Monats- und Schülermonatskarten 4. Klasse.

27. Für Monats- und Schülermonatskarten 4. Klasse gilt die Regelung unter 26 nicht, da ihr Preis nicht geändert wird. Die für September gelösten Karten gelten nur bis 30. September. Dann müssen neue Karten gelöst werden, die bis 6 Oktober in 4. Klasse, vom 7. Oktober ab in 3. Klasse Personenzug gelten.
 
 

Vor dem 7. Oktober gelöste Monats- und Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse für Oktober.

28. Monats- und Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse, die vor dem 7. Oktober gelöst sind, können an der Ermäßigung der Fahrpreise nicht teilnehmen. Jedoch gelten sie vom 7. Oktober bis 31. Oktober für Eilzüge weiter. Dies muß aber aus der Karte hervorgehen. Die Fahrkartenausgaben haben deshalb auf den Monats- und Schülermonatskarten 2. und 3. Klasse für Oktober, die sie vor dem 7. Oktober verkaufen, vor Aushändigung an den Reisenden auf der Karte das Wort "Eilz" mit Tinte oder Tintenstift und - soweit angängig - den Stempel der FkA zuzusetzen, jedoch so, daß die Karte sonst leserlich bleibt. Von diesem Vermerk ist nur abzusehen, wenn nach der Fahrplanlage Benutzung von Schnell- und Eilzügen ausgeschlossen ist. Bei Benutzung von Schnellzügen gelten die so gekennzeichneten Monatskarten nach dem 7. Oktober als Monatskarten Eilzug (vgl. vorn 12b). Sollte der Vermerk versehentlich nicht angebracht sein, so ist er auf Wunsch der Reisenden nachträglich anzubringen, wenn glaubhaft nachgewiesen wird, daß die Karten vor dem 7. Oktober gelöst sind. Zur nachträglichen Anbringung des Vermerks ist jede Fahrkartenausgabe berechtigt, nicht nur die, wo die Monatskarte gelöst ist.
Wer vom 1. bis 6. Oktober nur wenige Fahrten auf Monatskarten 2. oder 3. Klasse macht, und nicht etwa vom 7. Oktober regelmäßig auf seine Monatskarte Eilzüge benutzen will (also an obiger Regelung kein Interesse hat), tut gut daran, bis 6. Oktober gewöhnliche Fahrkarten und dann erst Monatskarten zu lösen. Die Reisenden sind erforderlichenfalls darauf aufmerksam zu machen.
 
 

Privat- und Kleinbahnen.

29. Die Bestimmungen unter 25 bis 28 gelten auch für den Wechselverkehr mit Privat- und Kleinbahnen, wenn nichts anderes bekannt gegeben ist.



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