Webpräsenz von Dr. Thomas Meinike

Hochschule Merseburg
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Nachricht vom 31.10.2017

#tekom17: Die vom 24. bis 26. Oktober im ICS Stuttgart veranstaltete tekom-Jahrestagung 2017 erwies sich erwartungsgemäß als Klassentreffen der Technischen Redakteure, Informationsentwickler und Übersetzer sowie angeschlossener Dienstleister. Ein Schwerpunktthema war der von der tekom im Kontext von Industrie 4.0 vorangetriebene iiRDS-Standard für die Anforderung und Auslieferung von strukturierten Inhalten. Dazu hat sehr gut die von der Firma doctima GmbH ausgestellte Anwendung eines programmierbaren Roboterarms gepasst, welche im Rahmen einer bei uns laufenden Masterthesis entwickelt wurde. Das Thema Content-Management durfte natürlich auch nicht fehlen. Dazu lauschte ich einer mit dem Publikum geführten Podiumsdiskussion. Diese lieferte interessante Rückmeldungen zu häufigen Abstimmungsproblemen in (großen) Firmen, während die eigentlichen technologischen Probleme eher als gelöst anzusehen sind. Der seit einigen Jahren angebotene »Showcase Mobile Dokumentation« zeigte gerade mal sieben Projekte und es lässt sich schlussfolgern, dass dieses Thema durchaus im Mainstream angekommen ist.
Für mich als Technologie-Praktiker war das Tutorial Generierung von PDF mit CSS besonders interessant. Obwohl es noch einige Haken und Ösen gegenüber der traditionellen PDF-Publikationstechnologie XSL-FO gibt, erweist sich Print-CSS je nach Anforderung bereits als produktives Werkzeug. Schließlich ist noch mein Fachvortrag zu erwähnen, der sich dem im Februar veröffentlichten Produkt Saxon-JS widmete. Damit ist es möglich, XML- oder JSON-Daten direkt im Webbrowser zu prozessieren (Folien). Die hohe Themendichte, viele Gespräche auf der Messe und das Drumherum wie die beliebten Standpartys machten auch diese Tagung zu einem echten Highlight.

Nachricht vom 11.10.2017

XSLT-Videotraining: Das unter der bisherigen Dachmarke video2brain bzw. neu bei LinkedIn Learning erhältliche Training »XSLT Grundkurs« ist bereits im Juli 2016 erschienen und wurde mir dankenswerterweise für einen Test zugänglich gemacht. Der Trainer Marc Oliver Thoma widmet sich der wichtig(st)en XML-Technologie zur Dokument- und Daten-Transformation – von Studierenden manchmal als Angstgegner angesehen ;). Zur Verfügung stehen 63 Videos im Gesamtumfang von sechs Stunden, die sich im Browser oder via Apps lokal abspielen lassen. Darin wird zunächst der Kernbereich von XSLT und XPath 1.0 behandelt, also das Erstellen von Templates mit entsprechendem Zugriff auf Elemente und Attribute des Quelldokuments. Neben den wesentlichen XSLT-Elementen werden auch einige XPath-Funktionen etwa substring() und translate() zur Stringbearbeitung vorgestellt.
Die anfängliche Fokussierung auf XSLT/XPath 1.0 ist gerechtfertigt, da XSLT/XPath 2.0 darauf aufbaut und je nach Softwareumgebung gelegentlich auch nur 1.0-Techniken verfügbar sind (etwa unter .NET). Immerhin zweieinhalb Stunden sind der 2.0-Vertiefung gewidmet. Speziell werden neue Techniken wie Gruppierung durch xsl:for-each-group, Datumsfunktionen wie format-date(), Einsatz von regulären Ausdrücken auf Zeichenketten u. a. mit replace() und benutzerdefinierte Funktionen über xsl:function sowie der Umgang mit CSV-Daten anhand konkreter Beispiele demonstriert. Überhaupt ist das durchgängige Arbeiten mit Quellcode, nur unterbrochen durch wenige in Unterthemen einleitende Folien, der Schlüssel zum Lernerfolg. Durch die Verwendung von <oXygen/> als Entwicklungsumgebung ist man nicht nur dabei sondern mittendrin. Insgesamt bietet das Training einen professionellen und durchaus angenehm rezipierbaren Überblick zu einem komplexen Thema. Es ist sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen zu empfehlen. Die verlinkte Website zum Training listet die einzelnen Themenfelder detailliert auf und bietet einige freie Videos zum Kennenlernen.

Nachricht vom 03.03.2017

Saxon-JS: Saxon-JS 1.0 ist das jüngste Produkt aus dem Hause Saxonica unter Federführung von Michael Kay. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, die Möglichkeiten von XSLT 3.0 zur XML-Verarbeitung in Web-Browsern nutzen zu können. Dem kam der Vorgänger Saxon-CE mit 2.0-Techniken schon ziemlich nahe, konnte sich aber kaum etablieren. Saxon-JS baut programmiertechnisch auf dem CE-Modell auf, setzt z. B. für Ausgaben in vordefinierte Container weiterhin xsl:result-document ein und auch die wesentlichen API-Funktionen für Interaktionen sind verfügbar. Die Bibliothek selbst – SaxonJS.js bzw. SaxonJS.min.js – ist zwar frei erhältlich, jedoch nur mit kommerzieller Lizenz von Saxon-EE ab 9.7 einsatzfähig. Letzterer Prozessor ist nötig, um die eigentlichen zur Verarbeitung genutzten SEF-Vorlagen anzulegen. SEF steht für Stylesheet Export File, ein spezielles XML-Format für den Transformationsbaum. Die XML- und SEF-Dokumente werden schließlich der JavaScript-Methode SaxonJS.transform(…) übergeben und prozessiert.
Ein erster Test verlief insbesondere durch die Wiederverwendung und Weiterentwicklung eines früheren Projektes sehr positiv. Es mussten im Code nur an wenigen Stellen Anpassungen vorgenommen werden. Bemerkenswert ist auch die gegenüber Saxon-CE gestiegene Performance, allein schon durch die kürzere Ladezeit der nur noch 210 KB umfassenden Skriptdatei. Hervorzuheben sind natürlich ebenso die über CE hinaus gehenden technischen Möglichkeiten von XSLT 3.0, dessen Spezifikation kürzlich in den Status einer W3C Candidate Recommendation befördert wurde, sich somit auf der Zielgeraden zur finalen Empfehlung befindet. Fazit: Saxon-JS bereichert die Web-Entwicklung mit Fokus auf XML- oder auch JSON-Daten. Bei entsprechender Akzeptanz können interessante Anwendungen entstehen.

Nachricht vom 22.11.2016

#tekom16: Vor zwei Wochen war ich gerade auf der diesjährigen tekom-Jahrestagung angekommen und erst heute komme ich zu einem kurzen Bericht darüber. Das zeigt bereits die aktuell enge Terminlage, u. a. durch einige sich dem Ende zuneigenden Abschlussarbeiten bedingt. So standen auf der Tagung auch Gespräche mit den Studierenden und ihren Praxisbetreuern stärker im Fokus als die vielfältigen Themenangebote. Mein Vortrag Anleitung.docx.zip – Streifzug durch die Welt der Containerformate war gut besucht und bot einen Überblick zu im Alltag und speziell in der Technischen Kommunikation genutzten Dokumentformaten mit einer gepackten Archivstruktur (Folien | Video).
Ansonsten war das ICS Stuttgart wieder ein inspirierender Ort für den Austausch mit Lehrenden anderer Hochschulen, Messeausstellern und zahlreichen Absolventen unserer Studiengänge. O-Ton: »Wir haben dieses XML damals noch in einfachen Texteditoren geschrieben und trotzdem viel gelernt …«. Erwähnenswert ist auch der für die Zukunft durchaus interessante Ansatz, mit iiRDS einen Auslieferungsstandard für Technische Dokumentationen zu etablieren – hier zusammengefasst. Dann bis zum nächsten Mal, wenn am Einlass die blauen LEDs wieder blau leuchten :).

Nachricht vom 08.06.2016

SVG wird (bald) 15: Der eigentliche 15. Geburtstag der 2001 erschienenen Ur-Spezifikation 1.0 steht erst im September an. 15 Jahre sind im Technologie-Bereich eine sehr lange Zeit. Meine Beschäftigung mit den nach wie vor faszinierenden XML-basierten Vektorgrafiken begann direkt nach ihrer Veröffentlichung. Es war schon etwas abenteuerlich, sich durch eine komplexe Spezifikation – mehr als 600 Seiten in der PDF-Fassung – zu bewegen, deren Möglichkeiten in der Anfangszeit noch gar nicht richtig ausgeschöpft werden konnten. Erst in den späten 2000er Jahren waren die meisten Web-Browser in der Lage, SVG-Objekte direkt darzustellen. Vor allem durch die Adoption von SVG im Rahmen der Arbeiten an HTML5 ist dem Standard der endgültige Durchbruch gelungen.
Studierende der Technischen Redaktion wurden schon frühzeitig an das Thema herangeführt. Um den Einsatz in der Lehre noch besser zu unterstützen, entstand nun mit dem »PocketSVGEditor« ein nützliches Werkzeug. Dieses benötigt zwar bereits etwas Know-how, ermöglicht jedoch unter Anleitung einen spielerischen Zugang zu den wesentlichen Elementen und Attributen. In Vorlesungen und Übungen lassen sich damit ohne ständigen Wechsel zwischen Editor und Browser Codefragmente erstellen und direkt anzeigen sowie in Textform zur weiteren Verarbeitung kopieren. (Codelink-Update vom 14.06.)

Nachricht vom 29.02.2016

Schalt<Tag>: Dass es sich hier um die 150. Nachricht handelt und diese auch noch auf einen Schalttag fällt, sind nur nette Nebenaspekte. Eigentlich soll es um das gerade mit den Prüfungen zu Ende gegangene Wintersemester 2015/16 gehen. Hervorzuheben ist die erste Iteration eines neu konzipierten Mastermoduls zum Thema Mobile Dokumentation, seit einigen Jahren auch auf der Agenda des Berufsverbandes tekom. Da die Studierenden selbst darüber berichten, füge ich hier nur hinzu, dass es auch für mich eine intensive und lehrreiche Zeit war.
Der zweite bemerkenswerte studentische Artikel bezieht sich auf die jährlich im Februar stattfindende Konferenz XML Prague. Einer unserer Praxispartner, die Leipziger Firma le-tex publishing services GmbH, ermöglichte einigen Technologie-affinen Studierenden die Teilnahme an dieser in XML-Kreisen sehr populären Veranstaltung. Ich schaute am Konferenz-Samstag den dankenswerterweise in diesem Jahr nicht für Konsumenten aus D gesperrten Livestream auf YouTube und verfolgte das Insider-Gezwitscher. Zur Nachbereitung steht das Video-Material der beiden Haupttage ebenfalls zur Verfügung – in Downloadform immerhin acht Gigabyte.

Nachricht vom 14.11.2015

#tekom15: Zum zweiten Mal war das ICS Stuttgart der Austragungsort der tekom-Jahrestagung. Inhaltlich bot sich das gewohnte breite Spektrum aus dem Bereich der Technischen Kommunikation. Mein Vortrag Ein Überblick zu Web Components war technologisch orientiert (Folien) und erforderte zur Erschließung der Möglichkeiten viel experimentelle Vorarbeit. Den persönlichen Rückmeldungen nach, kam das Thema beim Publikum gut an. Darunter waren auch acht ehemalige Studierende aus Merseburg und insgesamt sind mir auf dieser Tagung rekordverdächtige 25 Absolventen aus den mittlerweile seit 20 Jahren angebotenen TR-Studiengängen über den Weg gelaufen.
Beim umfangreichen Vortragsangebot fiel die Qual der Wahl vorrangig auf XML-basierte Technologien und Ansätze zur mobilen Dokumentation. Nur am Rande bekam ich die (erneut) kontroversen Diskussionen zur Strukturierungsmethode DITA mit. Im Rahmenprogramm wurden die Dokupreise verliehen und studentische intro-Beiträge gewürdigt. Leider ging das Karlsruher MOBDOK-Team mit der Einreichung »load it up!« leer aus (Ihr rockt!). Ein weiteres Highlight war der erstmalig veranstaltete Doku-Slam. Zudem luden die zahlreichen Messeaussteller zum Erfahrungsaustausch und Verweilen ein.

Nachricht vom 25.08.2015

Bausteine für das Web: Die Idee von Web Components ist nicht völlig neu – bereits 1998 dachte Microsoft über den Einsatz wiederverwendbarer Komponenten nach. Erst in den letzten Jahren wurden solche Ansätze insbesondere durch Aktivitäten von Google wieder populärer. Web Components basieren auf bekannten Technologien wie HTML5, CSS3 und JavaScript. Als Bindeglieder fungieren die neuen Techniken HTML Templates (bereits Teil von HTML5) als Vorlagen, Custom Elements zur Schaffung eigener Elemente, Shadow DOM für die Integration und Kapselung der Komponenten sowie HTML Imports für die Auslagerung zur komfortablen Nutzung.
Seit 2014 laufen Spezifikationsarbeiten unter dem Dach des W3C. Da das Thema auch für die Lehre und Forschung im Bereich Technische Kommunikation von Interesse ist, wird es dazu einen Vortrag auf der tekom-Jahrestagung 2015 geben. Zum genaueren Verständnis der durchaus anspruchsvollen Materie waren neben der Recherchearbeit vor allem eigene Tests hilfreich. Im Vortrag werden die nötigen Grundlagen und das Zusammenspiel der genannten Techniken mit nachvollziehbaren Beispielen erläutert. WebComponents.org ist eine gute Anlaufstelle für weitere Details, u. a. zum aktuellen Stand der Browserunterstützung.

Nachricht vom 20.03.2015

Onlinehilfe reloaded: Auf der tekom-Jahrestagung 2014 konnte man sich am Stand der Nürnberger SCHEMA GmbH einen ersten Eindruck vom bevorstehenden SCHEMA Reader verschaffen. In dieser halben Stunde hatte der Entwicklungsleiter Jochen Marczinzik mein Interesse zum Ausprobieren geweckt. Tatsächlich gelang es mit der einige Tage später verfügbaren Beta-Version, alle wesentlichen Details zu verstehen und eine erste eigene Hilfeanwendung aus vorhandenen XML-Daten via XSLT zu erzeugen.
Nun steht das Produkt offiziell zur Verfügung. Das Konzept, die bisherige CHM-Onlinehilfe (Microsoft HTML Help) und andere Hilfeformate abzulösen, erscheint wahrhaft kühn. Es hat jedoch durch die eingesetzten offenen Standards und Technologien, u. a. auf der Basis von HTML5, viel Potenzial für die künftige Technische Kommunikation. Bemerkenswert ist auch die Möglichkeit zur Anpassung der Oberfläche und Darstellung an die eigenen Bedürfnisse (Branding). Ich habe den Reader bereits im letzten Wintersemester in die Lehre einbezogen und werde ihn in diesem Rahmen weiter erforschen und einsetzen.

Nachricht vom 16.11.2014

#tekom14: Die tekom-Jahrestagung fand 2014 erstmalig im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) statt. Zunächst galt es die neue Aufteilung von Messe und Vortragsräumen zu verstehen, um die gewünschten Ziele zu erreichen und unnötige Wege zu vermeiden – das Laufpensum war dennoch erwartungsgemäß enorm. Neben dem Besuch von Fachvorträgen standen für mich zahlreiche Gespräche im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Besonders interessant waren die Tendenzen im Bereich Mobile Dokumentation, welche u. a. im Rahmen eines Showcases von zehn Projekten in jeweils zehn Minuten präsentiert wurden. Zu meinem Vortrag über den aktuellen Fortschritt der SVG 2-Spezifikation (Folien) war der vorgesehene Raum gut gefüllt und die abschließende Diskussion zeigte, dass die Einsatzmöglichkeiten von SVG im Bereich der Technischen Kommunikation weiterhin ein spannendes Themenfeld bilden. Fazit: Immer wieder ein Fest.

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